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DIY Moosgummistempel / craft foam stamp

Ich habe ein neues Logo mit einem hübschen blauen Anker. Also brauche ich einen Stempel. Das sind zwei unzertrennliche Einheiten. Logo und Stempel. Zwei Schwestern. Und überhaupt stempele ich so gerne. Auf Stoffen. Und Karten. Und Papieren. Stempel sind toll.

Mein Wunsch war nun: Ein großer Anker – mindestens 5 cm hoch. Nicht zuviele Details. Und die Ähnlichkeit zu meinem neuen, schicken Logo sollte verblüffend sein. Das wird teuer. Wenn man ihn machen lässt.

Aber wofür hat man denn ein überquellendes Bastelzimmer? Nachdem ich alle möglichen Materialien (Schwämme, Radiergummis, …) in Betracht gezogen habe, fand ich einen Bogen Moosgummi. Auch wenn ich nicht weiß, wie das in meinen Schrank gekommen ist. Juchhu, die Suche hatte ein Ende! (Die weitaus größere Schwierigkeit war übrigens das Finden eines Stempelkörpers! Meine gesamte Küche habe ich auf den Kopf gestellt – nachdem das Bastelzimmer abgegrast war. Nun hat der Zimt keinen Deckel mehr. Naja, shit happens ;-))

Aus meinem reichhaltigen Erfahrungsschatz als Stempelmacherin dürft ihr jetzt schöpfen. Ist das nicht lieb von mir (bin selbst ganz gerührt)?

Für einen Stempel aus Moosgummi braucht ihr folgende Materialien

  • Vorlage auf Papier (sucht euch ein schönes Herz, einen Vogel, eine Sonne… und druckt es aus oder greift selbst zum Stift)
  • Schere (spitz und klein, Nagel- oder Stickscheren sind prima)
  • Klebstoff (je nach eurem Stempelkörper, bei Holz und Moosgummi funzt ein Klebestift prima)
  • Moosgummi
  • Deckel (die Stempelfläche muss glatt sein, es gehen Schraubglasdeckel, Plastikdeckel oder auch Gefäße mit glattem Boden)
  • Kugelschreiber (oder einen Stift, mit dem ihr auf Moosgummi schreiben könnt)

Zusammenbau

Schneidet eure Vorlage mit der kleinen Schere aus, seid so genau wie möglich. Legt diese auf den Moosgummi und umrandet die Vorlage (ihr könnt auch direkt auf dem Moosgummi euer Motiv einzeichnen). Nun schnibbelt ihr die aus. Schaut euch an, welche Seite des Moosgummi die bessere ist und arbeitet sorgfältig: Jedes Fitzelchen ist nachher auf dem Druck zu sehen!

Jetzt geht ihr mit eurer Stempelvorlage durchs Haus und sucht nach einem Deckel. Das nimmt die meiste Zeit in Anspruch. Glaubt mir. Der Deckel sollte ein wenig größer wie die Vorlage sein, ganz plan und er muss griffig sein. Falls ihr etwas gefunden habt, tut mal so, als würdet ihr damit stempeln, dann wißt ihr, was ich meine ;-). Den Deckel bitte schön saubermachen (meiner war voller Zimt, hach, das riecht so lecker!)

Klebt nun die Vorlage auf den Stempelkörper (ich weiß gar nicht, wie das richtig heißt). Lasst den Kleber gut trocknen, auch wenn es euch schon in den Finger juckt (ich kenn‘ das ja auch ;-)). Sucht euch schon mal Stoffe, Papiere, Briefumschläge raus und natürlich eure Stempelkissen. Wartet noch ein bisschen. Der Kleber muss trocken sein.

Bevor ihr nun loslegt, schnappt euch einen wasserfesten Marker und markiert relevante Stellen am Stempelkörper. Damit ihr beim Stempeln wißt, wo oben und unten ist und ihn richtig positionieren könnt.

Presst jetzt das Stempelkissen sanft, aber mit Nachdruck auf den Stempel. Das ist besser als umgekehrt. Gerade, wenn der Stempel größer als das Kissen ist ;-). Ein paar Mal ditschen, damit ordentlich Farbe auf dem Stempel ist. Und los geht’s!!!

Klar, Stempelqueens wie Mareike in ihrem wunderschönen little-big-treehouse bringe ich mit diesem Tutorial zum Kichern ;-), aber für mich war es eine Offenbarung: Mein erster richtig funktionierender Stempel. Und so schön groß 🙂

Viel Spaß beim Stempeln 🙂

english version

Make your own stamp with craft foam

I have a new logo, a cute blue anchor. So I need a new stamp. Because the two belong together. Logo and stamp. Two sisters. In general I love to stamp. On fabric. On cards. On papers. Stamps are great.

And now I want to have a stamp with a big anchor (at least 5 cm / 2,5″ big). Not to many details. And it must have a striking similarity to my new pretty logo. Which is expensive. If someone will do it for me.

But wait! I have a big, brimming crafting room! After I looked at various materials (sponges, rubbers,..) I found some craft foam. Even if I don’t know how it comes into my cabinet. Yippee, search has an end! (Most bigger hitch was to found a stamp body! I searched in my hole kitchen – after the craft room brought nothing. Now my cinnamon jar has’nt a lid. Well, shit happens ;-))

Now you can profit from my rich experience in making stamps. Oh, I’m such a nice girl (I’m very touched about myself).

For a craft foam stamp you’ll need the following materials:

  • pattern / draft on paper (look for a nice bird, a heart, a sun and print it out or paint it yourself)
  • scissors (tiny and pointed, like a nail scissors or such one for embroidery)
  • glue (depending of your stamp body, for mine made of wood I used a sticky tack, it works fine)
  • craft foam
  • lid (the stamp part has to be flat. You can use a jar lid, a lid of plastic, every kind of jar if the bottom is plan)
  • pen (or a pencil which works on craft foam)

Assembling the stamp

Cut out your motif with the little scissors, be as exact as possible. Put it on the craft foam and trace it (you can paint on the craft foam directly, of course). Now cut it out. Look which sides looks better and be careful: Every tiny little bit you will see after stamp!

Now take your cut out stamp blank (oh, I cannot find the correct words in english :-(), go through your house, look for a lid. Takes a lot of time, believe me. The lid has to be a little bigger than your whatsit, very flat and with a good grip. If you think you have the right lid, play stamping and you know what I mean ;-). Please clean the lid (mine was full of cinnamon, oh well, this great scent!)

Now glue the you-know-what-I-mean on you stamp body (the next word I don’t now wether in english nor in german). Let the glue dry, even if you can’t wait (I know that feeling ;-)). In the meantime look for fabric, paper, envelopes and – of course – your ink pad. Still wait a little bit. The glue has to dry.

Before you start take a permanent marker and point out the top and the bottom or other relevant places on the stamp body. So you can see how to position the stamp.

Take you ink pad and press it gently on the stamp. That is better than the other way. Especially when the stamp is bigger than the pad 😉 Dip a few times to get enough color on the stamp and GO ON!!

Sure, stamping Queens like Mareike from the great little-big-treehouse may will giggle by my tutorial 😉 but for me at was a relevation: My first really functioning stamp. And such a big one 🙂

Happy stamping 🙂

 

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