So. Mir reicht’s: Ich habe heute den Herbstbeginn eingeläutet.
Ich stricke seit Wochen dicke Schals und Mützen – noch schlimmer: Ich verkaufe sie sogar! Machen wir uns nix vor, der Sommer 2011 und wir, das war nix.
Morgen ist der erste September und jetzt können wir mit dem Mistwetter Frieden schließen. Ist ja Herbst.
Passenderweise bin ich heute über ein Rezept gestolpert (Link steht unten), das einfach zum Wetter passt: Knackig-harte Kaffeetunkkekse mit Zimt und Honig. In den Vorratsschrank geguckt: Alles da! Wenn ihr auch schon Lust auf dieses schöne Sofa-Tee-Buch-Gefühl habt, hier das Rezept:
yummy graham crackers
Ihr braucht:
- 1,5 Tassen Weizenmehl
- 1/3 Tassen Weizen Vollkornmehl
- 1/2 Teelöffel Salz
- 1/4 Teelöffel gemahlenen Zimt
-> Alles in einer Schüssel verrühren.
- 2/3 Tassen ungesalzene Butter in Zimmertemperatur
- 1/2 Tassen braunen Zucker
- 2 Esslöffel Honig
Die letzten drei Zutaten miteinander verrühren, bis es schaumig wird. Funktioniert nur, wenn ihr nicht wie ich Vollhonk die Butter bis auf Stahlkonsistenz im Kühlschrank aushärten lasst.
Nun die trockenen Zutaten hinzugeben. Sich fragen, wie das jemals eine teigähnliche Konsistenz annehmen soll. Einen Schluck Wasser dazugeben, falls es zu trocken ist. Weitermixen.
Ich hab’ dann die Hände genommen, um die Sachen zu vermatschen, weil mich der aufsteigende Rauch aus meinem Mixer etwas beunruhigt hat.
Wenn ihr es geschafft habt, aus dem Zeug eine homogene Masse zu gestalten (Respekt!), wickelt ihn bitte liebevoll in Plastikfolie und lasst ihn eine halbe Stunde im Kühlschrank schlafen.
Bestellt bei Amazon oder ebay einen neuen Mixer und schon geht’s weiter: Backofen bitte auf ca. 175 Grad einheizen.
Nun den Teig ausrollen, ca. einen halben Zentimeter dünn. Am besten klappt das zwischen zwei Frischhaltefolien. Tisch bleibt sauber, Roller auch. Warum habe ich das immer ignoriert? Muss das erst in einem amerikanischen Blog stehen?
Ich habe meine Ausstecher nicht mehr gefunden und deshalb ein Glas genommen. Mit einem Durchmesser von 7,5 cm habe ich 13 Kekse erstochen (und ja, ich war gerade mit dem Lineal in der Küche und habe mein Glas gemessen. Das Bloggen treibt einen zu absurden Handlungen).
Mit etwas Abstand auf ein Backblech setzen, nach Wunsch noch ein paar Zuckerkrümel drüberstreuen und ab dafür. Zwischen 10 und 12 Minuten braucht es, bis die Kekse fertig sind, es kommt etwas auf die Dicke und euren gewünschten Kross-Grad an (ich bin heute eine echte Wortfindungsbombe). Vor dem ersten Biss auskühlen lassen.
Der Geschmack ist sehr leicht nach Zimt (bei mir kommt das nächste Mal mehr rein) und im Nachgang *höhö* sehr lecker nach Honig. Ich hab’ gleich drei Stück verputzt. Auf jeden Fall ein feines Rezept, mit dem man noch rumspielen kann.
Wer ebenso wie ich diese Honig-Zimt-Mischung liebt, sei auf meinen Lieblingshonig hingewiesen: Bio-Canela von Gepa. Das ist Honig mit Zimt verfeinert. Irre lecker.
Schmeckt am besten mit meinem Lieblingswinternachtisch:
Einen geschälten Apfel und eine Banane kleingeschnibbelt in einer beschichteten Pfanne auf mittlerer Temperatur anschwitzen (also, vor sich hinbrödeln lassen), einen guten Schluck Wasser dazu, damit es nicht anpappt. Darüber kommt ein Esslöffel Honig (mindestens!) und etwas Zimt (oder eben Canela). Wenn der Honig sich aufgelöst hat, haut ihr die Pampe (und mehr isses jetzt nicht mehr) in ein Schüsselchen und gebt einen guten Klecks Joghurt drauf. Sofort alles aufessen und schnurren vor Vergnügen
A propos Äpfel: Sind das nicht ganz zauberhafte Exemplare? Ich weiß noch nicht, was aus ihnen werden wird, aber ich musste sie einfach machen. Vielleicht erste Herbstdeko? Sach’ ich doch! Is’ Herbst.

Links
Keksrezept Miette Graham Crackers
Anleitung Filzäpfel Apple Coasters